Ist das Drei Säulen Modell nach Dave Ulrich überholt?
Nicht jede Grundidee ist überholt. Beratung des Business, fachliche Expertise und effiziente HR
Services bleiben wichtige Funktionen. Problematisch wird die Organisation vor allem dann, wenn daraus
starre Silos mit vielen Übergaben und unklarer Verantwortung
entstehen.
Was ist die beste Alternative zum Drei Säulen Modell?
Eine allgemeingültig beste Alternative gibt es nicht. Sinnvoll ist eine Kombination verschiedener Organisationsprinzipien,
die zum HR Geschäftsmodell, zum Leistungsportfolio, zu den
Kundengruppen und zur Struktur des jeweiligen Unternehmens passt.
Braucht eine moderne HR Organisation noch HR Business Partner?
Beratungsrollen können weiterhin sehr sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch, welche Aufgaben tatsächlich Beratung
darstellen, welchen Mehrwert sie für das Business erzeugen und
welche Tätigkeiten besser über Experten, Services, Prozesse oder
digitale Lösungen erbracht werden.
Was bedeutet End to End Verantwortung in HR?
End to End Verantwortung bedeutet, dass eine HR Leistung über
organisatorische Schnittstellen hinweg eindeutig verantwortet wird. Dabei sollte klar sein, wer Qualität, Weiterentwicklung,
Kundennutzen und gegebenenfalls auch wirtschaftliche Kennzahlen
einer Leistung steuert.
Sollte man bei einer HR Reorganisation zuerst das Organigramm verändern?
Aus unserer Sicht nein. Zunächst sollten HR Strategie, Leistungsportfolio, Kundengruppen,
Leistungserbringung und Verantwortlichkeiten geklärt werden. Daraus lassen sich anschließend Rollen und organisatorische Einheiten
ableiten.
Wie verhindert man neue Silos in einer modernen HR Organisation?
Durch klare End to End Verantwortung, transparente Schnittstellen,
gemeinsame Ziele, ein eindeutiges Interaktionsmodell und
bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Netzwerke allein reichen nicht aus. Sie benötigen eine klare Governance.
Welche Rolle spielt HR Customer Experience beim Organisationsdesign?
HR Customer Experience hilft dabei, die Organisation nicht nur aus
Sicht interner Strukturen zu gestalten. Kontaktpunkte und Leistungserbringung werden stattdessen aus Sicht
von Mitarbeitenden, Führungskräften und weiteren Kundengruppen
betrachtet.